13.06.2017

Der Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen präsentiert sich auf dem 22. Deutschen Präventionstag Hannover

DÜSSELDORF / HANNOVER Am 19. und 20. Juni findet in Hannover der 22. Deutsche Präventionstag statt. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Stephan Weil übernommen.

Der Deutsche Präventionstag ist der größte europäische Kongress speziell für das Arbeitsgebiet der Kriminalprävention sowie angrenzender Präventionsbereiche. Wir erwarten mehrere tausend Gäste, haupt- oder ehrenamtlich tätige Verantwortungsträger aus Praxis, Forschung und Politik.

Eine große Anzahl der angebotenen Vorträge und Veranstaltungen widmet sich dem diesjährigen Schwerpunktthema „Prävention & Integration“. Wie kann Integration gelingen? Welchen Beitrag kann Prävention (tatsächlich) leisten?  

Der Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen ist mit einem eigenen Stand bei dem Kongress vertreten und wird verschiedene Präventionsprojekte vorstellen:

Im Projekt „Sichere Netzwelten“ des Landespräventionsrates werden unter Koordination des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Internet-Sicherheit der Fachhochschule Gelsenkirchen kurze, eingängige Präventionsfilme für die Polizei, Schulen sowie Institutionen, Verbänden und anderen Trägern der gesamtgesellschaftlichen Präventionsarbeit entwickelt. Insbesondere werden die Themen Cybermobbing und Datensicherheit im Internet in den Blick genommen.

In den Häusern des Jugendrechts stehen jugendliche und heranwachsende Intensivtäter im Fokus von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt. Durch die intensive Zusammenarbeit und Vernetzung aller an der Jugendkriminalprävention und am Jugendstrafverfahren beteiligten Einrichtungen soll der Kriminalität von jugendlichen und heranwachsenden Mehrfachtätern begegnet werden. So kann das gemeinsame Vorgehen abgestimmt und Kriminalitätsursachen ganzheitlich betrachtet und bekämpft werden.

„Podknast“ setzt sich aus „Podcast“ und „Knast“ zusammen: Inhaftierte erlernen den Umgang mit Medien und erstellen Filme, die über ihr Leben in Haft berichten. Prävention bedeutet für das Projekt: Wer sich mit sich selbst, seiner Geschichte und seinem kriminellen Verhalten auseinandersetzt, beugt einer erneuten Straffälligkeit vor und klärt gefährdete Jugendliche und Erwachsene über die Konsequenzen einer Inhaftierung auf.

Der Justizvollzugsbeauftragte wirkt an einem an den Menschenrechten und den sozial- und rechtsstaatlichen Grundsätzen ausgerichteten Justizvollzug mit. Er wird konzeptionell tätig und berät das Justizministerium in grundsätzlichen Angelegenheiten des Justizvollzuges. Zudem ist er Ombudsperson für alle inhaftierten Personen in Nordrhein-Westfalen.

Nähere Informationen finden Sie unter www.lpr.nrw.de und unter www.praeventionstag.de.

Selbstverständlich können Sie auch persönlich in Hannover dabei sein und über den 22. Deutschen Präventionstag und den Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen berichten. Bitte akkreditieren Sie sich unter www.praeventionstag.de.