24.05.2016

Hochschule Merseburg präsentiert sich auf dem 21. Deutschen Präventionstag Magdeburg

Am 6. und 7. Juni findet in Magdeburg der 21. Deutsche Präventionstag statt. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Reiner Haseloff übernommen.

Der Deutsche Präventionstag ist der größte europäische Kongress speziell für das Arbeitsgebiet der Kriminalprävention sowie angrenzender Präventionsbereiche. Aus aktuellem Anlass wird in diesem Jahr insbesondere die Schnittmengen der (Kriminal-) Prävention mit den Komplexen Integration, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Radikalisierung und Demokratiestärkung thematisiert.  

Mit einem umfangreichen Angebot präsentiert sich die Hochschule Merseburg an den beiden Tagen. Es werden die zahlreichen Projekte der Hochschule zu Präventionsthemen vorgestellt. Unter anderem wird die Handreichung „Merseburger Schriften zur Drogenerziehung“ gezeigt – eine Art Rezeptbuch für die Durchführung von Projekten in verschiedenen Settings. Besucher/-innen können sich hierbei ein Bild davon machen, wie das studentische Projekt Highline der Hochschule arbeitet, können Kontakte knüpfen und von den Erfahrungen der Studierenden profitieren. Erstmalig öffentlich vorgestellt wird eine interaktive App, die sich wie ein Navi direkt an die Crystalkonsumenten/-innen wendet. Sie bietet Informationen zur Substanz, aber auch Motivation und Anleitung, den eigenen Konsum zu reflektieren und zu regulieren. Die App für Crystalkonsumenten/-innen wurde von der Hochschule Merseburg in Zusammenarbeit mit der TU Berlin entwickelt.

Weitere Präventionsthemen, die ebenfalls am Stand vorgestellt werden, sind die Arbeit mit Geflüchteten und deren Integration oder auch die Reintegrationsarbeit im Strafvollzug, die ebenfalls eine Form der Prävention darstellt. Auch das Forschungsprojekt zur Verhinderung von Traumatisierung von Kindern und Jugendlichen durch sexuelle Gewalt stellt seine ersten Ergebnisse am Stand der Hochschule vor.

Im Rahmen der Themenboxen hält Prof. Gundula Barsch von der Hochschule Merseburg am ersten Veranstaltungstag ein „Plädoyer für einen Paradigmenwechsel“. Dabei wird dargestellt, unter welchem Modernisierungsdruck die Suchtprävention steht und warum es mit „more oft the same“ nicht gelingen kann, den Gedankengefängnissen der Suchtprävention zu entkommen. Schlussfolgernd stellt sie das Konzept der Drogenmündigkeit als neues Paradigma vor und skizziert die Grundzüge einer akzeptierenden Drogenerziehung. Beginn ist 16:30 Uhr im Raum 6.

Beim anschließenden Vortrag ab 17:00 Uhr geht es Prof. Barsch und ihrem Kollegen Prof Ju-Ill Kin von der Universität in Seoul um kulturelle Unterschiede beim Umgang mit Drogen, unterschiedliche Mentalitäten und verschiedene drogenpolitische Rahmenbedingungen. Der Vortrag findet ebenfalls im Raum 6 statt.

Über Forschungsethik und sexualisierte Gewalt sprechen ab 16:30 Uhr im Raum 2 Prof. Heinz-Jürgen Voß, Michaela Katzer, Katja Krolzik-Matthei und Torsten Linke von der Hochschule Merseburg. Sie zeigen die Notwendigkeit forschungsethischer Reflexion auf und regen zur fachwissenschaftlichen Debatte über Forschungsethik an.

An beiden Veranstaltungstagen wird eine Posterausstellung gezeigt. Jeweils von 13:00 bis 14:00 Uhr gibt es eine Postersession, während der zu jedem Poster Ansprechpartner/-innen für Erläuterungen und Fragen anwesend sind. Die Hochschule Merseburg ist hierbei mit drei Postern vertreten, eines davon erläutert das erfolgreiche Projekt Checkpoint-C, bei dem eine anonyme medizinische Sprechstunde für Crystalkonsumenten/-innen entwickelt und erprobt wurde. Die beiden anderen Poster erklären die Problematik Crystal-konsumierender Eltern und ihren Kindern und das Anliegen des Projekts zur Prävention sexueller Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen.

Selbstverständlich können Sie auch persönlich in Magdeburg dabei sein und über den 21. Deutschen Präventionstag und die Angebote der Hochschule Merseburg berichten.

Bitte akkreditieren Sie sich unter www.praeventionstag.de. Wir freuen uns auf Sie!