01.06.2015

Teilnahme erst ab 18! – Doch Jugendliche zocken mit

61 % der 16- bis 17-Jährigen haben bereits Glücksspielerfahrung

HLS präsentiert Programm zur Spielsuchtprävention beim Deutschen
Präventionstag

Frankfurt/Main, 28. Mai 2015. Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) präsentiert das Programm „Spielsuchtprävention SEK II – Glücksspiele“ am 8. und 9. Juni auf dem 20. Deutschen Präventionstag im Congress Center Messe Frankfurt am Main.       
Das Präventionsprogramm ist für die Sekundarstufe II und Berufliche Schulen entwickelt. Es steigert nachweislich das glücksspielbezogene Wissen, verändert die Einstellung gegenüber Glücksspielen und sensibilisiert für die Thematik Glücksspielsucht.

„Prävention rechnet sich. Zur Ökonomie der Kriminalprävention" lautet das Motto des 20. Deutschen Präventionstags. Die HLS stellt dabei das Thema „Glücksspielsucht“ in den Vordergrund. Auch hier geht es um eine Krankheit, deren Verhinderung potentiell Betroffenen und ihren Angehörigen Leid erspart und somit auch der Gesellschaft die Folgekosten, die durch eine Suchterkrankung entstehen. Als frühzeitiger Zugang auf Risikogruppen hat sich das Schulprogramm „Spielsuchtprävention SEK II – Glücksspiele“ in der Praxis bewährt.

Nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat nahezu ein Viertel der 16- bis 17-Jährigen bereits ein gewerblich angebotenes Glücksspiel gespielt, obwohl laut Jugendschutzgesetz die Teilnahme an Glücksspielen unter 18 Jahren verboten ist. Sofortlotterien (Rubbel- und Aufreißlose) sind die bevorzugte Spielform in dieser Altersstufe. Sportwetten und das Spiel an Geldautomaten finden ebenfalls Interesse.

„Jugendliche und Heranwachsende befinden sich in einer besonders prägungsaffinen Lebensphase hinsichtlich einer Suchtgefährdung. Deshalb sind hier neben der Durchsetzung der gesetzlichen Schutzbestimmungen auch Einstellungsänderungen mittels interessanter und spannender Wissensvermittlung wie es das Programm „Spielsuchtprävention SEK II – Glücksspiele“ bietet, unbedingt notwendig“, erläutert Wolfgang-Schmidt-Rosengarten, Geschäftsführer der HLS.

Das Programm stellt die HLS im Forum auf der Ebene Panorama am Stand 261 vor. Zusätzliche interaktive Übungen werden die Besucher zum Mitmachen motivieren und zu Diskussionen einladen.

Für Rückfragen steht Ihnen der Geschäftsführer der HLS, Herr Wolfgang Schmidt-Rosengarten, unter der Rufnummer 069/71 37 67 77 gerne zur Verfügung.

Informationen zu „Glücksspielsucht in Hessen“ sowie die Adressen der Fachberatungen für Glücksspielsucht und Glücksspielsuchtprävention finden Sie unter: www.hls-online.org.
Infos zum Präventionstag:
http://www.praeventionstag.de/nano.cms/20-dpt-startseite