16.04.2012

Surfen. Aber sicher!

Polizei, Deutsche Telekom AG und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) setzen Initiative „Kinder sicher im Netz“ fort

Surfen. Aber sicher!

Moderator Rudi Cerne ist Präventionsbotschafter für sicheren Umgang mit dem Internet

Stuttgart/München – „Surfen. Aber sicher!“ – so lautet der Titel des neuen Spots zur Aktion „Kinder sicher im Netz“. Darin gibt Moderator Rudi Cerne Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder vor den Gefahren des Internets schützen können. Heute wurde der Spot beim 17. Deutschen Präventionstag in München der Öffentlichkeit vor-gestellt.

Einfach mal im Internet surfen: Das ist für viele junge Menschen eine beliebte Freizeit-beschäftigung. Vier Fünftel der Kinder und Jugendlichen erkunden das Internet, indem sie in Suchmaschinen nach Informationen suchen (JIM-Studie 2011). Dabei können sie jedoch leicht auf gefährliche oder jugendgefährdende Inhalte stoßen – Pornografie, Extremismus oder Gewaltverherrlichung. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Eltern ihre Kinder nicht mit dem Internet alleine lassen. Das ist der zentrale Tipp von Moderator Rudi Cerne für Eltern und Hauptbotschaft des neuen Spots „Surfen. Aber sicher!“. Am Messestand der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes im Foyer des Internationalen Congress Centrums München wurde der Spot heute dem Fachpublikum präsentiert.

„Mit dem Spot wollen wir Eltern für die Gefahren sensibilisieren, die ihren Kindern bei der Nutzung des Internets drohen können“, sagte Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzen-der der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespoli-zeipräsident von Baden-Württemberg. „Denn nur die Eltern können ihren Kindern einen sicherheitsbewussten Umgang mit den Neuen Medien zeigen und sie somit vor problematischen Inhalten schützen.“ Der 4-minütige Film ist ein weiterer Baustein der Aktion „Kinder sicher im Netz“.

Für die Deutsche Telekom sind die Initiative „Kinder sicher im Netz“ und der neue Spot ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Kompetenz von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit dem Internet. Dabei setzt man auf positive, aber auch altersgerechte An-gebote und vor allem auf starke Medienkompetenz. So bietet die Deutsche Telekom unter www.kids.t-online.de ein eigenes Kinderangebot und engagiert sich zusätzlich in der Initiative „Ein Netz für Kinder“ unter www.fragfinn.de für einen sicheren Surfraum für Kinder.

Spot vermittelt Sicherheitstipps
Im neuen Spot „Surfen. Aber sicher!“ wird anschaulich vermittelt, warum Eltern ihre Kinder beim Surfen im Internet nicht alleine lassen dürfen. Denn das mediale Angebot birgt neben vielen Möglichkeiten auch Gefahren. Im Spot klickt ein Junge beim Surfen einmal auf die falsche Seite – und wird mit pornografischen Inhalten konfrontiert. Damit das nicht passiert, gibt Moderator Rudi Cerne Eltern entscheidende Sicherheits-tipps an die Hand.

Die Sicherheitstipps von Rudi Cerne:

  •  Seien Sie Vorbild und helfen Sie Ihren Kindern, sich gefahrlos in den Welten des Internets zu bewegen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht mit dem Internet alleine.
  • Bereiten Sie Ihr Kind auf eine mögliche Konfrontation mit jugendgefährdenden Inhal-ten vor – wie Gewalt, Pornografie oder Rassismus – und vereinbaren Sie mit ihm, sol-che Seiten sofort wegzuklicken.
  • Machen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind mit der technischen Handhabung und den Anwendungen im Internet vertraut.
  • Stellen Sie Regeln für den Umgang mit dem Internet auf – zeitlich und inhaltlich – und achten Sie auf deren Einhaltung.
  • Zeigen Sie Interesse an den Freizeitaktivitäten Ihres Kindes – auch an seinem Surf-verhalten. Fragen Sie Ihr Kind nach den gemachten Erfahrungen.
  • Interessieren Sie sich dafür, welche Freunde Ihr Kind im realen Leben hat? Dann erkundigen Sie sich auch nach den Freunden im Netz, sei es in sozialen Netzwerken oder in Chatforen!
  • Nutzen Sie Filterprogramme. Diese helfen Ihnen, Ihr Kind vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen.
  • Zeigen Sie ihm aber auch gute Kinderseiten und Angebote, die es nutzen kann.

 
Zur Aktion „Kinder sicher im Netz“
Seit 2006 setzen sich die Polizei, die Deutsche Telekom und die Freiwillige Selbstkon-trolle Multimedia (FSM) gemeinsam für die Internetkompetenz von Eltern ein. Der intensive Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen bedeutet für Erziehungsverantwortliche eine enorme Herausforderung: Ihre Aufgabe ist es, Kindern einen sicherheitsbewussten Umgang mit den Neuen Medien zu vermitteln sowie ihre Fähigkeit zu fördern, selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich die neuen Angebote zu nutzen. Deswegen hat sich die Initiative zur Aufgabe gemacht, Eltern über Gefahren bei der Nutzung des Internets aufzuklären und ihnen Sicherheitstipps zu geben. Neben vielfältigen Informationen im Internet, darunter einem Eltern-Trainer, wurde 2008 der Spot „Chatten. Aber sicher!“ mit Fußballer Bastian Schweinsteiger produziert.


Die DVD „Surfen. Aber sicher!“ ist kostenlos in (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen erhältlich oder kann im Internet unter www.polizei-beratung.de/medienangebot bestellt werden.


Diese Pressemitteilung sowie weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.polizei-beratung.de/presse.

Profil Programm Polizeiliche Kriminalprävention
Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Krimi-nalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch krimi-nalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.