26.03.2012

David McAllister: „Die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen ist der beste Schutz vor den Gefahren des Internets“

HANNOVER. Beim heutigen 16. Deutschen Präventionstag in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg hat der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister vor 5.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland betont, dass die Förderung der Medienkompetenz der beste Schutz vor Gefahren im Internet sei. Der Präventionstag ist der europaweit größte Kongress dieser Art und findet bereits zum vierten Mal in Niedersachsen statt.

Wer früh lerne, wie er mit den Medien umgehen müsse, habe es – so der Ministerpräsident weiter – in Schule, Ausbildung und Beruf wesentlich leichter. Und er sei besser gewappnet gegen die Risiken, die beim blauäugigen Gebrauch der sogenannten Neuen Medien lauerten. Die Kriminalprävention sei dabei besonders gefordert. Denn anders als im realen Leben seien bedenkliche Inhalte in der virtuellen Welt leichter zugänglich, massenhaft verbreitbar und damit schwerer kontrollierbar.

David McAllister hob hervor, er erhoffe sich von dem Kongress auch Antworten auf die Frage, wie junge Menschen besser vor „Cybermobbing“ geschützt werden könnten. „In der Anonymität des weltweiten Netzes sinkt die Hemmschwelle, Menschen zu verunglimpfen. Dies ist für die Opfer besonders schlimm. Denn Inhalte, die im Internet stehen, können später kaum noch zurückgeholt werden.“

Deshalb müssten Kinder und Jugendliche lernen, ihre Mitmenschen auch im Web 2.0 mit Respekt zu behandeln. Hier seien Familien, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und die Polizei gefordert, die in den Präventionsräten auf kommunaler Ebene bereits gut vernetzt seien.

Dem Land Niedersachsen liegt die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen“, sagte der Ministerpräsident und verwies in diesem Zusammenhang auf die Projekte „Eltern-Medien-Trainer“ und auf die von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt finanzierten „Multimediamobile“.

Zurzeit entwickelt die Niedersächsische Landesregierung ein umfassendes Konzept zur Stärkung von Medienkompetenz, in das auch die Erkenntnisse des 16. Deutschen Präventionstages einfließen sollen. Es wird am 6. Oktober 2011 anlässlich des zweiten „Tages der Medienkompetenz“ in Hannover vorgestellt.