17.04.2013

Gutachten für den 18. Deutschen Präventionstag jetzt unter www.praeventionstag.de abrufbar

„Mehr Prävention – weniger Opfer“

HANNOVER/BIELEFELD. Seit rund 40 Jahren wenden sich Gesellschaft, Wissenschaft, Strafrechtspflege und Kriminologie verstärkt den Opfern von Straftaten zu. Presse, Funk und Fernsehen berichten über Opferschicksale, Opfer und deren Angehörige treten in Talk-Shows auf. Das Opfer von Straftaten ist damit längst nicht mehr der „forgotten man“, als den man ihn noch vor wenigen Jahren mit Recht bezeichnen konnte.
Diese Entwicklung hat den 18. Deutschen Präventionstag dazu veranlasst, „Mehr Prävention – weniger Opfer“ zu seinem Schwerpunktthema zu machen. Das jetzt veröffentlichte Gutachten von Dr. Wiebke Steffen zieht insoweit eine Zwischenbilanz: Wie ist der Stand, wo sind die Probleme, wie sind die Perspektiven für Opferzuwendung in Strafrechtspflege und Gesellschaft? Und vor allen Dingen: Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Prävention?
 

Dr. Wiebke Steffen
Geboren 1946 in Delmenhorst. Studium der Soziologie, Politischen Wissenschaft, Wirtschafts- und Sozialgeschichte an den Universitäten Hamburg und Freiburg. Abschlüsse: Magister Artium und Promotion zum Dr. phil. Nach Tätigkeit als wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Forschungsgruppe Kriminologie, erfolgte 1978 der Wechsel zum Bayerischen Landeskriminalamt in München. Bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Ende 2006 zunächst Leiterin der Kriminologischen Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei, dann ab 1994 Leiterin des Dezernates „Forschung, Statistik, Prävention“. Von 1997 bis 2006 Vorsitzende der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (KPK) und in dieser Funktion auch Mitglied der Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (PLPK). Seit Ende 2010 Vorsitzende des Fachbeirats Vorbeugung und Mitglied des Bundesvorstandes des WEISSEN RINGS e.V..