
Am 16.04.2013 hat der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) die KIM-Studie 2012 zur Mediennutzung von Sechs- bis 13-Jährigen veröffentlicht. Die KIM-Studie 2012 enthält erstmals auch den Sonderteil „miniKIM“, in dem das Medienverhalten von Kindern im Vorschul- und Kindergartenalter (2-5 Jahre) beschrieben wird.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben Forscher des Interdisziplinären Zentrums für Familienforschung (ICFR) der Universität Bochum (RUB) im April 2013 eine weitere Teilstudie "Wohlergehen von Kindern" mit Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) zur Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen veröffentlicht. Die Studie kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass das Bildungsniveau der Eltern einen stärkeren Einfluss auf das Wohlergehen von Kindern hat als die Höhe des Familieneinkommens.

Das Manifest 'Sicherheit, Demokratie und Städte' des Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (EFUS) liegt nun auch in deutscher Sprache vor und wurde von den Mitgliedern des Deutsch-Europäischen Forums für urbane Sicherheit (DEFUS) am 22.04.2013 in einer Sonderveranstaltung im Rahmen des 18. Deutschen Präventionstages in Bielefeld durch Unterschrift bekräftigt. Dieses Manifest zur Zukunft der Prävention war im Rahmen der internationalen EFUS-Tagung 2012 'The Future of Prevention' in Aubervielliers / St. Denis erarbeitet und verabschiedet worden.

Zum Aktionstag "Saubere Hände" ist am 03.05.2013 im Rundblick (Ausgabe 83/2013) der nachfolgende Text erschienen. Der Nachdruck des Gastbeitrages erfolgt mit freundlicher Genehmigung des drei-Quellen-Verlages:
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(rb) An diesem Freitag wird in Deutschland zum dritten Mal der Aktionstag „Saubere Hände“ begangen. Ziel ist weder die Korruptionsbekämpfung noch die schonungslose Offenlegung sämtlicher Einkünfte von Politikern und Managern. Es geht um etwas ganz Simples, um etwas, das selbstverständlich sein sollte, es aber auch oder gerade bei uns nicht ist: das Händewaschen. Obwohl deutsche Kindergartenkinder mit dem Singsang „Hände waschen nicht vergessen, sonst gibt es kein Mittagessen“ tagtäglich konditioniert werden, gerät diese einfachste aller Hygieneregeln immer wieder in Vergessenheit. Staunend nehmen wir wiederkehrende Infektionen in Krankenzimmern und Operationssälen, auf Frühchenstationen, in Pflegeheimen und Schulen, in großen und kleinen Mensen, aber auch in Zahnarztpraxen zur Kenntnis. Zumeist stellt sich heraus, dass mangelnde Hygiene die Patienten zusätzlich krank macht oder gar tötet, also selbst das medizinische Personal es nicht so genau nimmt mit dem Händewaschen und dem Desinfizieren.
Die Niederlande haben das Problem seit längerem erkannt und bekämpfen mit einem gesetzlich abgesicherten, engmaschigen Hygienesystem in Kliniken, Heimen etc. erfolgreich steigende Infektionsraten. Davon sind wir in Deutschland weit entfernt, obwohl Milliarden Euro in den Gesundheitssektor gepumpt werden. So verwundert es nicht, dass die „AKTION Saubere Hände“ als nationale Kampagne zur Verbesserung der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtun-gen erstmals 2008 mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums vom Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance Nosokomialer Infektionen, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen ins Leben gerufen wurde. Die Kampagne stützt sich auf die „Clean Care is Safer Care“ der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 2005.
Die ersten „Saubere Hände“-Aktionen in den Jahren 2005 bis 2008 zielten auf Krankenhäuser und andere stationäre Einrichtungen. 750 Einrichtungen beteiligten sich. Aufgrund der starken Vernetzung der verschiedenen Gesundheitseinrichtungen bei der Betreuung von Patienten wuchs die Erkenntnis, dass alle Bereiche des Gesundheitswesens einbezogen werden müssten. Deshalb startete am 1. Januar 2011 die zweite Kampagne, die sich seither vorrangig auf die Alten- und Pflegeheime sowie den ambulanten Bereich konzentriert. Weitere Einrichtungen sollen gewonnen werden, um auch dort eine nachhaltige Verbesserung der Händedesinfektion zu errei-chen. Wie weit wir uns in Deutschland von der Einsicht entfernt haben, dass saubere Hände die wichtigste und einfachste Maßnahme sind, um die Übertragung von Infektionserregern zu minimieren, lässt sich an der aktuellen „Aufklärungskampagne“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ablesen. Zum Welt-Händehygienetag am 5. Mai – der 5.5. symbolisiert die zweimal fünf Finger des Menschen – hat die BZgA ein neues Internetangebot entwickelt (www.infektionsschutz.de), das umfangreiche Informationen zu Infektionskrankheiten, Übertragungswegen und Schutzmöglichkeiten bietet. Wenn BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott in diesem Zu-sammenhang betont, dass viele Menschen nicht wüssten, wie wichtig die Hygiene der Hände, aber auch des Haushalts als Schutz vor Infektionen sei, klingt das fast verzweifelt.
In zwei neuen Filmen setzt die BZgA auf niedrigschwellige Aufklärung. Sie versucht, die fünf wichtigsten Regeln zur Händehygiene wieder an die Deutschen zu bringen, um Grippe oder Magen-Darm-Infekte zu vermeiden: Hände mit sauberem Wasser anfeuchten, regelmäßig Seife benutzen, Handflächen und Fingerzwischenräume gründlich einschäumen, Fingerkuppen und -nägel säubern, mit sauberem Tuch gründlich abtrocknen. Darüber hinaus wirbt die BZgA um Hygiene in Küche und Bad sowie beim Umgang mit Haustieren. Dazu gibt es altersgerecht aufbereitete Faltblätter, Aufkleber und Plakate, damit wir uns die Hände waschen, unserem Gegenüber nicht ins Gesicht husten und niesen oder beim Kochen, Putzen und Toilettengang keine Oasen für Keime hinterlassen. In früheren Jahrzehn-ten waren dies Selbstverständlichkeiten, die von Generation zu Generation vermittelt wurden. Jetzt brauchen wir dafür Kampagnen und vor allem Einsicht.
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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben am 29.04.2013 ein neues Online-Programm zur Prävention exzessiver Internetnutzung bei Jugendlichen mit dem Titel „Das andere Leben“ auf www.ins-netz-gehen.de veröffentlicht.

Eine umfängliche Fotodokumentation zum 18. Deutschen Präventionstages steht unter www.praeventionstag.de/nano.cms/fotos-18-dpt zur Ansicht sowie zur Nutzung als E-Card zur Verfügung.
Die Vorträge der Eröffnungs- und der Abschlussveranstaltung stehen zusätzlich als einzelne Filmbeiträge zur Ansicht und als download zur Verfügung:

Der Zweite UN-Woche für "Road Safety" findet zwischen dem 6. und 12. Mai 2013 statt und stellt die Sicherheit der Fußgänger in den Mittelpunkt. Weiterführende Informationen finden sich u.a. auf folgenden Webseiten:

Das Plenum der Deutschen Islam Konferenz (DIK) ist am 07.05.2013 in Berlin zusammen gekommen. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Prävention von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung. Zu diesem Thema hat die DIK eine neue Initiative gestartet. Die seit 2010 kontinuierlich tagende Arbeitsgruppe "Präventionsarbeit mit Jugendlichen" hat hierfür Eckpunkte zur Förderung von Projekten vor allem im Jugendbereich erarbeitet.

Der Landespräventionsrat Brandenburg veranstaltet gemeinsam mit der Landeskommission Berlin gegen Gewalt am 12.06.2013 einen Fachtag „Gegen Rechtsextremismus: Kommunale Netzwerke, Beratung, Bildung und Aufklärung“ in der Staatskanzlei in Potsdam. Es sollen u.a. die Erkenntnisse aus mehreren, jüngst abgeschlossenen Forschungsprojekten in diesem Bereich vorgestellt und diskutiert werden.

Im April 2013 hat der Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) die Broschüre "Auf dem Weg zum Bürgerbündnis - Zivilgesellschaft im Einsatz für Demokratie in Niedersachsen" veröffentlicht. Vorgestellt werden sieben niedersächsische Bürgerbündnisse, die sich in ihren Regionen für Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage und gegen Rechtsextremismus engagieren. Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" des BMFSFJ.

Der am 02.05.2013 veröffentlichte Jahresbericht 2012 der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) vermittelt einen aktuellen Überblick über die verschiedenen Handlungsfelder der polizeilichen Kriminalprävention in Deutschland.

Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) veranstaltet vom 14. bis 17. September 2013 den 29. Deutschen Jugendgerichtstag. Der Kongress findet alle drei Jahre statt und steht in diesem Jahr unter dem Titel „Jugend ohne Rettungsschirm. Herausforderungen annehmen!“.

Die folgenden Vorträge des Internationalen Forums (7th Annual International Forum on Crime Prevention - AIF) im Rahmen des 18. Deutschen Präventionstages (22.-23. April 2013 in Bielefeld) stehen in englischer Sprache auf der Webseite des DPT zur Verfügung:

Am 13.05.2013 hat in Berlin die 13. Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates stattgefunden. Die Bundesregierung hat im Jahr 2001 den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) berufen. Nachhaltigkeitspolitik soll eine wichtige Grundlage schaffen, um die Umwelt zu erhalten und die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in einer integrierten Art und Weise sowohl in Deutschland als auch international voran zu bringen. Ziel ist es dabei, eine ausgewogene und gerechte Balance zwischen den Bedürfnissen der heutigen Generation und den Lebensperspektiven künftiger Generationen zu finden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) informiert über zahlreiche Aktionen lokaler Familienbündnisse aus Anlass des seit 1994 bestehenden Internationalen UN-Tages der Familie am 15.05.2013. Der diesjährige Aktionstag steht unter dem Motto „Die Familienexperten – Kinderbetreuung nach Maß“.

Im Zusammenhang mit dem zweiten Demografiegipfel am 14.05.2013 hat die Bundesregierung eine Dokumentation des Gipfelprozesses veröffentlicht. Die Bundesregierung hatte im November 2011 einen 1. Demografiebericht vorgelegt und im April 2012 eine Demografiestrategie präsentiert. Weiterführende Informationen, z.B. zu dem bis Ende Juli laufenden Online-Dialog zum Thema „Zusammenhalt zwischen Jung und Alt – Füreinander Verantwortung übernehmen“, finden sich u.a. auf der Webseite www.demografie-portal.de.

Am 14.05.2013 wurde die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistk (PKS) 2012 veröffentlicht. Die Polizeiliche Kriminalstatistik dient der Beobachtung der Kriminalität und einzelner Deliktsarten, des Umfangs und der Zusammensetzung des Tatverdächtigenkreises sowie der Veränderung von Kriminalitätsquotienten. Sie dient der Erlangung von Erkenntnissen zur vorbeugenden und verfolgenden Kriminalitätsbekämpfung, für organisatorische Planungen und Entscheidungen sowie für kriminologischsoziologische Forschungen und kriminalpolitische Maßnahmen.
Ab dem Berichtsjahr 2012 werden bereits mit Veröffentlichung des IMK-Berichts alle PKS-Standardtabellen sowie die PKS-Zeitreihen im PDF- und Excel-Format zur Verfügung gestellt. Einen Überblick zur PKS 2012 vermittelt der in deutscher und englischer Sprache angebotene Flyer.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet am 13. und 14. Juni 2013 in Berlin die Konferenz "Sichere Zeiten? - Gesellschaftliche Dimensionen der Sicherheitsforschung". Das Themenspektrum der Konferenz entspricht dem Programm "Forschung für die zivile Sicherheit". Ergebnisse aus Förderschwerpunkten und zukünftigen Themen werden hier aufgegriffen, wissenschaftlich eingeordnet und zur intensiven Fachdiskussion gestellt.

Seit 2005 wird der 17. Mai als Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie begangen. Aus diesem Anlass bekräftigte die EU-Außenbeauftrage Catherine Ashton am 17.05.2013 in einer Erklärung das Engagement der EU für Gleichstellung und Nichtdiskriminierung.
Die Agentur der Europäischen Kommission für Grundrechte (FRA) hat ebenfalls am 17.0520133 die Ergebnisse der größten jemals durchgeführte Umfrage zum Thema Hassverbrechen und Diskriminierung gegenüber LGBT-Personen (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) veröffentlicht. Die Umfrageergebnisse zeigen u.a., dass viele LGBT-Personen sich nicht offen zu ihrer Neigung bekennen können, noch immer diskriminiert, sozial isoliert oder sogar offen angegriffen werden.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und die Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung veranstalten am 17.06.2013 die Konferenz „Bürgernahe Sicherheitskommunikation für Städte und Gemeinden“ in die Landesvertretung Baden-Württemberg beim Bund in Berlin ein. Das Hauptthema in diesem Jahr ist: „Neue Krisen: Ein Blick in die Zukunft“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am 15.05.2013 den Berufsbildungsbericht 2013 veröffentlicht. Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2013 des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) mit dem Schwerpunktthema "Digitale Medien - Entgrenzung von Lernen und Arbeiten" enthält umfassende Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über internationale Indikatoren und Benchmarks.

Transparency International Deutschland (TI) hat am 15.05.2013 den Jahresbericht 2012 veröffentlicht mit zahlreichen aktuellen Daten und Hintergrundinformationen zur Korruptionsbekämpfung in Deutschland.

Im Kinder-Migrationsreport des Deutschen Jugendinstituts (DJI) sind Ergebnisse repräsentativer Erhebungen zu Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte zusammengetragen und durch eigene kindbezogene bzw. altersspezifische Auswertungen von Daten des Mikrozensus sowie des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) aus dem Jahre 2009 ergänzt worden.