08.06.2016

Magdeburger Erklärung des Deutschen Präventionstages

"Seit dem 12. Deutschen Präventionstag (2007 in Wiesbaden) veröffentlichen der Deutsche Präventionstag und seine Veranstaltungspartner mit der jeweiligen „Erklärung“ zum Schluss eines jeden Kongresses Aussagen zu den (kriminal-)politischen Konsequenzen, die sich aus dem jährlichen Schwerpunktthema sowie den weiteren Verhandlungen des Jahreskongresses zu aktuellen (kriminal-)präventiven Entwicklungen und Tendenzen ergeben. Dieser Tradition folgend richtet sich auch die „Magdeburger Erklärung“ des 21. Deutschen Präventionstages primär an die in den Kommunen, den Ländern, dem Bund und in Europa für die (Kriminal-)Prävention politisch verantwortlichen Personen, Instanzen und Ebenen.

Bereits in den Vorjahren hat der Deutsche Präventionstag immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Kriminalprävention auch riskante Aspekte haben kann. Darunter sind insbesondere diejenigen Entwicklungen der Kriminalprävention bedenklich, die geeignet sind, die menschliche Handlungsfreiheit bedrohlich einzuschränken. Der Deutsche Präventionstag hat deshalb eine Diskussion des Themas „Präventionsethik“ für dringend erforderlich gehalten, darauf in seiner „Frankfurter Erklärung“ zum 20. Deutschen Präventionstageshingewiesen und nun „Prävention und Freiheit. Zur Notwendigkeit eines Ethik-Diskurses“ zu seinem diesjährigen Schwerpunkthema gemacht. Die Sprecherin des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Eberhard Karls Universität Tübingen, Professorin Dr. Regina Ammicht Quinn, hat im Vorfeld des Kongresses zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Gutachten „Prävention und Freiheit. Zur Notwendigkeit eines Ethik-Diskurses“ erstellt.

Auf der Basis dieses Gutachtens sowie der Verhandlungen des 21. Deutschen Präventionstages geben der Deutsche Präventionstag und seine Veranstaltungspartner, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik (DBH), das Land Sachsen-Anhalt, 2 • die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), die Stadt Magdeburg, die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) sowie der WEISSE RING, diese „Magdeburger Erklärung“ ab."

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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