Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa) – Neue empirische Befunde

Ina Hennen
Eberhard Karls Universität Tübingen
Moritz Quel
Bergische Universität Wuppertal

Moderation: Moritz Konradi
European Forum for Urban Security

Abstract:
Bahnhöfe und Bahnhofsviertel werden häufig als kriminalitäts- und problembelastet wahrgenommen. In vielen Städten wird daher der Versuch unternommen, das Umfeld der Bahnhöfe nachhaltig aufzuwerten und sicherer zu gestalten. Hieran schließt das BMBF-geförderte Verbundprojekt „SiBa“ an: Ziel ist die Erarbeitung von praxisbezogenen Hinweisen für die Kriminalprävention und Stadtentwicklung in einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept für Bahnhofsviertel. Um mehr über das Sicherheitsempfinden der Einwohner der drei Partnerstädte zu erfahren, wurde im Sommer 2018 in Düsseldorf, Leipzig und München eine schriftlich-postalische Bewohnerbefragung durchgeführt. Aus dieser Befragung stellt das Forschungsteam ausgewählte quantitative Ergebnisse vor. Im Mittelpunkt steht dabei das subjektive Sicherheitsempfinden der Bewohner in ihrem Wohngebiet und im Bahnhofsviertel.
Ina Hennen
Ina Hennen studierte Soziologie (Bachelor of Arts) an der Universität Leipzig und Kriminologie (Master of Science) an der Universität Malmö. Seit 2017 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Eberhard Karls Universität Tübingen beschäftigt. Hier ist Ina Hennen unter anderem im BMBF-geförderten Projekt "Sicherheit im Bahnhofsviertel SiBa" tätig.
Moritz Quel
Moritz Quel studierte Soziologie (Bachelor/Master of Arts) an der Bergischen Universität Wuppertal (BUW). Im Rahmen eines Forschungspraktikums an der BUW untersuchte er das subjektive Sicherheitsempfinden am Wuppertaler Hauptbahnhof. Darüber hinaus beschäftigte er sich in zwei weiteren Praktika mit multiplen Tötungsdelikten junger Einzeltäter (Deutsche Hochschule der Polizei, Münster) sowie Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Hannover). Von 2013 bis 2014 arbeitete Moritz Quel ein Jahr lang als studentische Hilfskraft im EU-Projekt HARMONISE („Holistic Approach to Resilience and Systematic Actions to Make Large Scale Urban Built Infrastructure Secure“) am Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit der BUW. Seit August 2017 ist er wieder an diesem Lehrstuhl als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Sicherheit im Bahnhofsviertel“ (SiBa) tätig.