Deutscher Präventionstag

„Stalking und häusliche Gewalt – Risikoeinschätzung und Fallmanagement“

Jens Hoffmann

Institut für Psychologie & Sicherheit
Bei einer beunruhigend hohen Anzahl von Fällen tritt Stalking gemeinsam mit physischer Gewalt auf. Auch bei gewalttätigen Beziehungen besteht ein erhöhtes Gefährdungspotenzial, gerade in einer Phase der angekündigten oder vollzogenen Trennung. Lässt sich in solchen Fällen schwere Eskalation vorher erkennen? Die Antwort lautet zumeist ja. Es werden Risikofaktoren sowie effektive und praxisbewährte Modelle vorgestellt, mit denen sich das Gewaltrisiko in einem konkreten Fall einschätzen lässt. Im Bedrohungsmanagement sind Risikoanalyse und Fallmanagement untrennbar miteinander verbunden, da es nicht allein darum geht, Gewalt vorherzusagen, sondern es das Ziel ist, Gewalt zu verhindern. Daher wird ein Werkzeugkoffer unterschiedlicher Managementstrategien präsentiert, die basierend auf der Risikoanalyse für den individuellen Einzelfall zusammengestellt werden sollten. Dies bildet den Kern einer erfolgreichen Intervention und Gewaltprävention.

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