Opferschutz und Opferrechte in Korea

Hark-Mo Daniel Park
Korean Institute of Criminology (KIC)

Abgesehen von Einzelgesetzgebungen wie z.B. Adhäsionsverfahren durch das Prozessförderungsgesetz(1981) und Entschädigung für Gewaltopfer durch das Opferhilfegesetz(1987), welche in der Praxis nahezu bedeutungslos waren, haben kriminalpolitische Auseinandersetzungen mit dem Thema "Opfer" in Korea erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts richtig angefangen. Der koreanische Gesetzgeber hat aber in den letzten zwei Jahrzehnten mit erstaunlicher Geschwindigkeit ihre Gesetzgebungsarbeit für Opferschutz bzw. Opferrechte vorangetrieben. Damit hat er zwar seinen guten Beitrag dazu geleistet, jedoch vieles geschah als Ad-hoc-Gesetzgebung in Form von Sondergesetze, so dass die Gesamtsystematik für Opferproblematik im Strafverfahren noch fehlt. Der Vortrag stellt zusammenfassend den Inhalt zahlreicher kor. "Verbrechensopfergesetze" vor und betrachtet anhand vorhandener Untersuchungsergebnisse, ob und welche praktischen Nutzen sie dem Verbrechensopfer gebracht haben. Der Vortrag zieht also eine Bilanz der kor. Gesetzgebung im Bereich "Opferschutz bzw. Opferrechte" und stellt dabei auch neuere Tendenzen zur restorativen Justiz in Korea kurz vor.

Zitation

When citing this document please refer to the following:http://www.praeventionstag.de/dokumentation.cms/912

Copyright notice:

For documents that are offered electronically the copyright law applies.
In particular:
Single copies or print-outs must only made for private use (§53). The reproduction and distribution is only allowed with the approval of the author. The user is responsible for following these laws and can be held liable for any abuse.

verwandte Schlüsselbegriffe

Opferschutz Opfer Verbrechensopfer Korea