Frankfurter Ämternetzwerk gegen Extremismus - eine Reaktion auf den radikalen Salafismus

Christamaria Weber
Stadt Frankfurt am Main

Auch in Frankfurt am Main existiert die radikalislamische salafistische Bewegung und zieht vor allem Kinder und Jugendliche in ihren Bann. Die Spitze des Eisbergs ist die Rekrutierung Minderjähriger für den „Heiligen Krieg“ bzw. für den „Islamischen Staat“. Die Stadt Frankfurt am Main reagierte 2013 auf die Herausforderungen mit einem Ämternetzwerk, an dem auch die Landesebene beteiligt ist. Ämterübergreifend werden Präventionsmaßnahmen für Schulen, Horte, Jugendzentren, Erziehungsberatungsstellen und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe entwickelt und umgesetzt, die sich an sowohl an Fachpersonal als auch direkt an die Kinder und Jugendlichen richten. Islamische Gemeinden und Verbände werden in die Arbeit einbezogen.
Für den Frankfurter Ansatz sind mehrere Aspekte grundlegend: Es werden Netzwerke aufgebaut und pädagogisches Fachpersonal wird für den Salafismus, aber auch für die religiösen Bedürfnisse Jugendlicher und eventuelle eigene islamfeindliche Bilder sensibilisiert; Fachpersonal und Eltern werden über die Grenzen ihrer Möglichkeiten im Falle einer extremen salafistischen Radikalisierung aufgeklärt – ihnen wird Hilfestellungen angeboten; andere extremistische Strömungen werden mit beobachtet und ggf. bearbeitet.
Der Vortrag stellt das Ämternetzwerk und die daraus entstandenen Ansätze vor.

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Extremismus Radikalisierung Salafismus