Markt, Macht und Wissenschaft: kritische Überlegungen zur deutschen Präventionsforschung

Prof. Dr. Manuel Eisner
University of Cambridge
Dr. Denis Ribeaud
Pädagogisches Institut der Universität Zürich

In den letzten 10 Jahren haben Prävention und Präventionsforschung in Deutschland einen ungeahnten Aufschwung erfahren. Ausgelöst durch die neu gewonnene Zuversicht der evidenzbasierten Prävention in den USA wurden auch hierzulande neue Programme entwickelt und auf ihre Wirksamkeit hin geprüft.

Inzwischen vertreiben viele private oder halbstaatliche Anbieter ihre Präventionsprogramme als wissenschaftlich geprüft. Allerdings stammen die Studien meistens von den Programmvertreibern selbst, so dass sich die Frage stellt, wie stark man sich auf die behaupteten Wirkungen verlassen kann.

Der Vortrag wird am Beispiel von bekannten Präventionsprogrammen zeigen, dass es oft eine grosse Kluft zwischen wissenschaftlicher Selbstanpreisung und tatsächlichen Forschungsbefunden gibt, und dass nicht selten Befunde in problematischer Weise manipuliert werden.

Der Vortrag plädiert daher für die Einführung von strengen Qualitätsstandards für die Durchführung und Präsentation von Evaluationsforschung. Dies ist notwendig, um Transparenz und Vertrauen in die Forschung zu evidenzbasierter Prävention zu schaffen.

Zitation

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