Entwicklung neuer Medien und kriminalpolitische Herausforderungen in Korea

Dr. Won-Sang Lee
Korean Institute of Criminology (KIC)

Der Cyberspace ist ein idealer Kommunikationsraum. Bei der Cyberkriminalität geht es darum, dass realweltliche Delikte durch das Medium des Cyberspace begangen werden. Dazu können Cyberpornografie, Cyberstalking, Extremistische Propaganda, Cyberbullying, Cybermobbing usw. zählen.
Der Cyberspace wird auch als der Gesamtraum aller Netze bezeichnet. Hier sind die zeitlichen und räumlichen Grenzen der Realwelt nahezu bedeutungslos. Vor allem haben die Staatsgrenzen der Realwelt keine Bedeutung mehr, denn der Cyberspace ist schon weltweit vereinheitlicht. Man kann fast sagen, dass die Cyberkultur weltweit gleich ist. Zum Beispiel stellt die Kommunikation durch Social Network Services (SNS) wie Twitter oder Onlinespiele schon eine weltweit gleiche Cyberkultur dar. Aber die Kriminalität im Cyberspace entwickelt sich anders als die Cyberkultur: Kriminalität ist nämlich ein dunkles Produkt der Kultur. Zum Beispiel ist Kinderpornografie im Cyberspace in Deutschland ein sehr ernstes Problem, während Beleidigung bzw. Verleumdung im Cyberspace in Korea sehr ernsthaft problematisiert werden. Die Form der Cyberkriminalität wird nämlich wegen der Auswirkung von jeweiliger Realwelt fragmentiert.
Im vorliegenden Vortrag werden Aspekte der Cyberkriminalität und kriminalpolitische Maßnahmen in Korea unter dem Aspekt des Mediums und der Fragmentierung des Cyberspace behandelt.

verwandte Schlüsselbegriffe

Kriminalpolitik Internetkriminalität Korea