Lokale Messung von Risiko- und Schutzfaktoren für jugendliches Problemverhalten

Frederick Groeger-Roth
Landespräventionsrat Niedersachsen

Aus der internationalen Längsschnittforschung sind eine Reihe von Risiko- und Schutzfaktoren bekannt, die als Prädiktoren für jugendliches Problemverhalten wirken. Diese Faktoren erhöhen oder senken die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder und Jugendliche später problematische Verhaltensweisen wie Gewalt, Kriminalität, Alkohol- und Suchtmittelmissbrauch, vorzeitigen Schulabbruch oder auch Depressionen und Ängste zeigen.
Im Rahmen des in den USA entstandenen Präventionsansatzes "Communities That Care - CTC" sind Methoden entwickelt worden, um auf einer lokalen Ebene die Relevanz einzelner Risiko- und Schutzfaktoren in den Bereichen Familie, Schule, Gleichaltrige und Nachbarschaft/Stadtteil messen zu können. Zu diesem Zweck kommt hauptsächlich eine repräsentative Schülerbefragung zum Einsatz. Ziel ist es, die dringendsten Faktoren zu identifizieren, an denen eine Stadtteil- oder gemeindebezogene Präventionsstrategie ansetzen sollte.
In Niedersachsen wird CTC in einem Modellversuch zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum auf seine Übertragbarkeit gestestet.
In der Präsentation werden die Ergebnisse der ersten CTC-Schülerbefragung in den Modellgebieten Hannover, Göttingen und Emsland vorgestellt. Diskutiert werden die Chancen und Herausforderungen dieses Ansatzes zur örtlichen Bedarfsanalyse für eine auf die soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gerichtete Prävention.

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